Diabetes

10. August 2018

Das Grundsätzliche verständlich erklärt.

Diabetes – Das Grundsätzliche verständlich erklärt

Diabetes ist in aller Munde, denn es betrifft zunehmend mehr Menschen in praktisch allen Regionen der Erde. Allerdings wäre eine Differenzierung angebracht, denn Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Grundsätzlich: Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die in verschiedene Typen eingeteilt wird und ungleichmäßig verteilt bei Betroffenen auftritt. Es handelt sich um zwei völlig verschiedene Erkrankungen, auch wenn die Namensähnlichkeit etwas anderes suggeriert.

Dennoch können die Folgen von Diabetes, gerade unbehandelt, besonders einschneidend sein. Diabetes mellitus bedeutet übersetzt auch „honigsüßer Durchfluss“, der Volksmund nennt sie Zuckerkrankheit. Abweichungen des Blutzuckerspiegels, um die es hier praktisch geht, können Folgeerkrankungen auslösen und verschiedenste Symptome hervorrufen. Ein erhöhtes Risiko betrifft vor allem die Augen, die Nieren, die Nerven sowie das Herz.

Ein entscheidender Faktor dabei ist das Hormon Insulin. Denn Insulin wird benötigt, um Glukose, die der Mensch als Zucker über die Nahrung aufnimmt, in die jeweiligen Körperzellen zu transportieren. Gebildet wird dieses Hormon in der Bauchspeicheldrüse – bei gesunden Menschen reguliert das Insulin die von außen aufgenommene Menge an Glukose. Ist diese Funktionsweise jedoch gestört, kann das Insulin also die eigene Wärterfunktion nicht mehr ganz übernehmen, gelangt Glukose nicht in die jeweiligen Körperzellen, sondern sammelt sich im Blut.

Definition von Diabetes

Diabetes mellitus ist eine Störung des Kohlehydratstoffwechsels, hervorgerufen durch Insulinmangel oder aber durch eine verminderte Insulinempfindlichkeit. Daraus resultiert eine Überzuckerung des Blutes, fachlich korrekt als Hyperglykämie bezeichnet. Diese Überzuckerung tritt entweder im nüchternen Zustand oder nach den Mahlzeiten auf.

Wie eingangs bereits angerissen, gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Krankheitsbilder des Diabetes.

Diabetes Typ 1: Betrifft etwa zehn Prozent der Diabetiker, teilweise auch als jugendlicher oder „juveniler“ Diabetes bezeichnet. Stand der Forschung ist, dass Diabetes Typ 1 als eine Art Autoimmunerkrankung betrachtet wird. Im Körper wird eine Autoimmunreaktion hervorgerufen, sofern Antikörper gegen körpereigenes Gewebe gebildet wird – aus verschiedensten Gründen. Es liegt ein tatsächlicher, ein absoluter Insulinmangel vor.

Bis sich jedoch erste Symptome zeigen, kann es in Einzelfällen mehrere Wochen, Monate oder gar Jahre dauern. Dann jedoch sind etwa 4/5 der Zellen, die Insulin bilden, bereits zerstört.

Diabetes Typ 2: Dieser Diabetes-Typ gilt gewissermaßen als Volks- und Zivilisationskrankheit, etwa 90 Prozent der Diabetiker erhalten diese Diagnose. Im Volksmund spricht man auch von „Altersdiabetes“, denn diese Form tritt nach Stand der Forschung zumeist erst ab dem 40. Lebensjahr auf. Nicht selten lässt sich bei Betroffenen zeitgleich eine Adipositas diagnostizieren, also schweres Übergewicht. Diabetes mellitus Typ 2 ist, im Gegensatz zu Diabetes Typ 1, noch in Verbindung mit einer erhaltenen Insulinproduktion. Bezeichnendes Krankheitsbild ist hier der Umstand, dass zunehmend eine Insulinresistenz gebildet werden – Körperzellen werden zunehmend gegenüber Insulin unempfindlich.

Auch hier vergehen nicht selten Monate oder gar Jahre, in denen sich verschiedenste Symptome mehr und mehr manifestieren. Gut möglich, dass ein Betroffener davon über längere Zeit nichts merkt, denn Diabetes Typ 2 wird zumeist im Rahmen von Routineuntersuchungen diagnostiziert.