Symptome

10. August 2018

Wie erkenne ich, dass ich erkrankt bin?

Wie kann ich Diabetes erkennen?

Diabetes ist weltweit stark verbreitet, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit etwa 422 Millionen Menschen betroffen (Stand 2014). Wie bereits angerissen, entsteht Diabetes meist schleichend – klassische Symptome, die einen Rückschluss auf die Stoffwechselerkrankung erlauben würden, kommen meist sehr spät.

Wichtig zu wissen:

Diabetes Typ 1 manifestiert sich zumeist deutlich schneller als Diabetes Typ 2, teilweise binnen weniger Wochen. Hier sind typische Symptome deutlich sichtbar. Allerdings heißt das zugleich, dass bereits ein Großteil der Insulin-bildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört wurde

Achten Sie auf die klassischen Symptome: Das deutet auf Diabetes hin

Die Diagnose Diabetes kann kein Laie stellen, auch Sie selbst haben nie alle Hintergrundinformationen, um eine klare Aussage zu treffen. Wenn einzelne der weiter unten aufgelisteten Symptome auf Sie zutreffen, deutet das auf eine Diabetes-Erkrankung hin – in diesem Fall ist es ratsam, schnellstmöglich zum Hausarzt zu gehen und die Diagnose Diabetes mit allen bewährten Methoden abklären zu lassen.

1. Häufiges Wasserlassen

Ein verstärkter Harndrang, auch als Polyurie bezeichnet, ist bei vielen betroffenen eines der ersten Symptome. Der Körper scheidet dabei vermehrt Zucker, das sich im Blut befindet, über den Urin aus. Begleitend hierzu haben Betroffene den starken Drang, ständig und in bestimmten Mengen Wasser zu trinken.

2. Trockene oder juckende Haut

Die Haut wird spröde und trocken, wenn der Körper Flüssigkeit verliert, die entweicht, weil im Blut enthaltener Zucker vordringlich über den Urin ausgeschieden wird.

3. Gewichtsverlust

Betrifft nur eine Minderheit, ist aber vor allem bei Diabetes Typ 1 nicht selten. Der Körper nimmt Fettdepots in Anspruch, um den Energiebedarf zu befriedigen, der durch unzureichend arbeitende Körperzellen nicht mehr gewährleistet ist. In einigen Fällen ist der Gewichtsverlust aber auch auf den fortlaufenden Flüssigkeitsverlust zurückzuführen.

4. Verschlechterte Wundheilung

Nicht selten ist bei einer Diabetes-Erkrankung auch das Immunsystem geschwächt, was dazu führt, dass die Haut schlechter durchblutet wird – Wunden können sich dadurch deutlich schlechter selbst regulieren.

5. Höheres Infektionsrisiko

Fußpilz, Hautinfektionen oder auch Harnwegsinfektionen können bei Diabetikern häufiger auftreten, bedingt durch das geschwächte Immunsystem. In der Literatur wird außerdem von einem häufigeren Auftreten von Parodontitis berichtet.

6. Atem riecht nach Azeton (nur Diabetes Typ 1)

Ein starkes Indiz, um Diabetes zu erkennen, ist Azetongeruch im Atem. Azenton riecht wie sehr reifes Obst, es entsteht, wenn Fettzellen abgebaut werden, weil zu wenig Zucker in die Zellen gelangt. Tritt dieses Symptom auf, ist das Risiko groß, dass es sich hier um einen starken Insulinmangel handelt – Folgeerscheinungen können eine Ketoazidose (Übersäuerung des Blutes) oder ein diabetisches Koma sein, beide sind potentiell lebensgefährlich.

7. Müdigkeit

Ein sehr allgemeines Symptom, was verdeutlicht, dass insbesondere bei Diabetes Typ 2 oftmals schleichende Einschränkungen und Veränderungen sichtbar werden. Nicht ohne Grund erkennen Ärzte Diabetes oftmals erst dann, wenn Routineuntersuchungen anstehen oder bereits Folgeerkrankungen bestimmte Organe betreffen.