Gesund im Sommerurlaub

9. Juli 2020

Gesundheit geht vor!

Trotz Corona wollen viele in den Sommerurlaub. Aber auch im Urlaub gilt es, gesund zu bleiben – egal ob am Meer, am See oder in den Bergen. Gerade in der warmen Jahreszeit können Infektionen und Beschwerden, wie eine Sonnenallergie, Sonnenbrand, Insektenstiche, Blasen an den Füßen oder eine Sommergrippe den Urlaub verderben.

Auch eine Magen-Darm-Verstimmung kann durch fremde Speisen im Ausland oder nicht gut gekühlte Lebensmittel auftreten. Und wer zu lange in der Sonne bleibt, riskiert einen Sonnenbrand oder Hitzeschlag. Da die Sommertage in den letzten Jahren oftmals um die 40 Grad erreicht haben, gilt hier besondere Vorsicht.

Extreme Hitze belastet den Körper in jedem Alter. Für die einen kann es nicht warm genug sein, für andere ist die sommerliche Hitze eine Leidenszeit. Auch um den Kreislauf stabil zu halten, benötigt der Körper Unterstützung – vor allem sollte das Herz-Kreislauf-System nicht zusätzlichen Anforderungen ausgesetzt werden.

„Schweres Essen, Alkohol, eisgekühlte Getränke und rasche Temperaturwechsel stellen eine zusätzliche Belastung für den Kreislauf dar“, sagt Professor Hans-Jörg Busch, ärztlicher Leiter des Notfallzentrums am Universitätsklinikum Freiburg und Schatzmeister der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN).

Die Sommergrippe, die keiner braucht

Viren sind die Ursache für eine Sommergrippe, da sie auch in der warmen Jahreszeit aktiv sind. Gerade in der jetzigen Corona-Zeit gilt es, sich besonders zu schützen. Aber auch die normalen Grippeviren können schon eine erhebliche Belastung sein. Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen kann man im schönsten Urlaub wahrlich nicht brauchen.

Wenn das Immunsystem durch zu viel Sonnenbaden oder zu kalte Klimaanlagenluft geschwächt wird, haben es Viren und Keime zudem leichter, in den Körper einzudringen. Eine kleine Reiseapotheke sollte man vorsorglich im Gepäck haben. Erkältungsmittel, pflanzliche Schleimlöser, Hustenlöser, Nasensprays und Lutschpastillen gegen Halsschmerzen gehören dazu.

Auch ein Fieberthermometer sollte man immer im Urlaub dabeihaben, nicht nur für die Kinder, sondern für die ganze Familie. Ein Thermometer kann schnell bei einer Diagnose helfen, vorausgesetzt dass es die Temperatur wirklich zuverlässig anzeigt.

Die „FAZ“ hat kürzlich ein medisana Thermometer getestet, und kam zu einem guten Ergebnis.

Dort heißt es: „Mit demmedisana FTN Fieberthermometer hatten wir das einzige Thermometer, das die Stirnmessung als Referenzwert für andere Messungen an Po, Achsel oder Mund versteht. Soll heißen, man muss sich vorher entscheiden, welche Einstellung man braucht und das Thermometer rechnet die Stirntemperatur dann auf eine der anderen drei Stellen um. An der Stirn hat es jedenfalls sehr genau gemessen.“

Viel trinken im Sommer, gerade bei Durchfall

Ausreichend trinken ist im Sommer Pflicht. Bei Sommerhitze sollten mindestens zwei bis drei Liter am Tag getrunken werden, am besten Wasser oder verdünnte Säfte. Zusätzlich sollten Sie auf Ihren Mineralstoffhaushalt achten, denn beim Schwitzen verliert man auch Salze.

Eine Sommergrippe geht oftmals mit Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall einher. Auch Bakterien sind der Auslöser von Durchfällen, denn bei hohen Temperaturen finden Mikroorganismen ideale Wachstumsbedingungen vor.

Oftmals kommen sie durch unser Essen in den Körper. Daher ist es wichtig darauf zu achten, was und wo man seine Speisen zu sich nimmt. Die „Erste-Hilfe-Regel“ bei Durchfall lautet: Viel trinken, um den Mineralstoffverlust und Flüssigkeitsverlust schnell wieder mit Wasser und Elektrolyten auszugleichen. Magen-Darm-Verstimmungen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Sonnenschutz für heile Haut im Sommer

Auch unsere Haut gilt es zu schützen, damit sie gesund bleibt. Zu viel UV-Strahlung verursacht Sonnenbrand und kann zu Hautkrebs führen, deshalb ist ein zurückhaltender Umgang mit der Sonne unbedingt erforderlich. Was viele unterschätzen ist, dass das Risiko auch steigt, wenn man über viele Jahre langsam, aber stetig eine zu hohe Gesamtdosis UV-Strahlung abbekommen hat.

Man sollte durch das Tragen von geeigneter Kleidung und hochwertigem Sonnenschutz entsprechend vorbeugen. Bei Sonnencreme am besten einen hohen Lichtschutzfaktor 50 wählen und dick auftragen. Die Regel lautet: 2mg/cm² – ansonsten kann die Sonnencreme nicht mit dem angegeben Lichtschutz schützen. Es ist auch empfehlenswert, sich nach jedem Schwimmen neu einzucremen, denn laut Stiftung Warentest darf sich ein Sonnenschutzmittel mit dem Prädikat „wasserfest“ bereits auszeichnen, wenn nach zwei Mal zwanzig Minuten Baden noch die Hälfte des ursprünglichen Schutzes vorhanden ist, aber das reicht nicht aus.

Ohnehin ist es für Menschen mit empfindlicher Haut besser, sich im Schatten aufzuhalten. Waren Sie doch einmal zu lange in der Sonne und hat sich Ihre Haut gerötet, können feuchte Umschläge und ausreichend langes Kühlen helfen. Auch kühlende Gele haben sich bewährt. Dennoch gilt: Ein starker Sonnenbrand ist ein Fall für den Arzt.

Polymorphe Lichtdermatose (PLD), auch Sonnenallergie genannt

Nicht wenige Menschen leiden zudem unter einer Sonnenallergie, die sich durch juckende Pusteln, Bläschen und Rötungen zeigt. Die häufigste Sonnenallergie nennt sich polymorphe Lichtdermatose (PLD). Dazu kommt es nach langen Herbst- und Wintertagen, wenn die Haut sonnenentwöhnt und erstmals einer höheren UV-Strahlung ausgesetzt wird.

Das passiert oftmals im Sommerurlaub. Menschen, die zu PLD neigen, sollten ihre Haut ganz behutsam an die Sonne gewöhnen. Ist es schon zu spät und der juckende Hautausschlag hat begonnen, heißt es nichts wie raus aus der Sonne. In der Apotheke gibt es dagegen antiallergische Präparate.

Sonnenstich – Kopfbedeckung tragen

Wenn die Sonne zu lange auf Kopf, Hals oder Nacken brennt, kann es zu einem Sonnenstich kommen. Dabei reizen die Sonnenstrahlen die unter der Schädeldecke liegenden Hirnhäute. Erkennbar durch einen geröteten und erhitzten Kopf.

Bei einem Sonnenstich wird den Betroffenen schwindelig, einhergehend mit Kopfschmerzen, Übelkeit und einem steifen Nacken. Die Symptome treten aber erst einige Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf.

Vermeiden Sie einen Sonnenstich durch das Tragen einer geeigneten Kopfbedeckung. Besonders häufig davon betroffen sind kleine Kinder und Menschen mit Glatze. Wer dafür anfällig ist, sollte die Mittagssonne meiden, sich immer im Schatten aufhalten und viel trinken. Wer zu lange in der Sonne bleibt, riskiert zudem einen Hitzekollaps oder Hitzschlag.

Mücken, die Plagegeister des Sommers

Wer kennt es nicht: Mücken sind die reinsten Plagegeister und können schnell den Urlaub vermiesen, denn dann ist Schluss mit den schönen lauen Sommerabenden. Um die Mücken fernzuhalten, helfen chemische Mittel am besten. Der Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) wirkt mindestens acht Stunden gegen die kleinen Parasiten.

Das Benutzen von Mückenschutzmitteln ist schon sinnvoll, weil diese lästigen Insekten auch Krankheiten übertragen können.Insbesondere Tropenkrankheiten, die von ihnen übertragen werden, haben sich mittlerweile in Europa breit gemacht: Auch das so genannte Denguefieber, das eigentlich in weitaus südlicheren Gefilden seine Heimat hat, ist bereits in den beliebten Urlaubszielen rund um das Mittelmeer angekommen.

Lange helle Kleidung soll ebenso ein bewährtes Abwehrmittel gegen Mücken sein. Wurden Sie dennoch gestochen, helfen spezielle Salben aus der Apotheke zum Auftragen auf die Haut, welche die schmerzenden Symptome des Stichs und den Juckreiz lindern.

Man kann die Stiche auch mit Kälte oder Hitze bekämpfen. In der Apotheke kann man Geräte kaufen, die lokal einen kleinen Hitzeschock auslösen, der bei frischen Mückenstichen lindernd wirken kann. Denn bei einem Hitzeschock setzt die Abwehrreaktion des Immunsystems sofort ein.

Eins steht fest, auch im Urlaub sollten Sie auf Ihre Gesundheit achten.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub und bleiben Sie gesund!