Lust auf Sport und Bewegung

5. März 2020

Starten Sie aktiv in den Frühling!

Jetzt kann es wieder losgehen: Joggen, Radfahren, schwimmen, lange Spaziergänge – bei den immer milder werdenden Temperaturen und viel Licht macht es Spaß und Freude, sich draußen zu bewegen. Doch: Nach dem langen Herbst und Winter sind wir ein wenig eingerostet. Also müssen wir es langsam angehen. Selbst die Sportmuffel kommen im Frühling in Bewegung, wichtig ist: Sport soll Freude bereiten.

Mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen können wir etwas für unsere Fitness tun. Dabei geht es nicht nur darum, die ersehnte Strandfigur zu erreichen oder die überschüssigen Pfunde bis zum Sommer loszuwerden.

Es geht um Gesundheit. Der Stoffwechsel muss wieder in Gang kommen, denn die mangelnde Fitness wirkt sich auf die Belastbarkeit des Kreislaufs aus. Bewegung in der freien Natur baut zudem Stress ab.

Mit Sport in den Frühling

Zu Beginn der sportlichen Aktivität sollte man aber seine Leistungsfähigkeit prüfen. Das heißt: In Ruhe beginnen, langsam steigern und von Anfang an seinen Blutdruck im Auge behalten. Selbstüberschätzung wäre nicht ratsam. Nutzen Sie den Schwung des Frühlings an der frischen Frühlingsluft und fangen Sie sanft an!

Sport mit zwei Laufstöcken

Starten sollte man mit einem Spaziergang oder Nordic Walking, denn Nordic-Walking wirkt sich – wie jede Ausdauer-Laufart – positiv auf den Kreislauf und das Herz aus, zudem kommt der Muskelaufbau nicht zu kurz.

So kann man schonender in das Frühlings-Workout starten und auch für ältere Leute ist diese Sportart ein guter Einstieg, weil nicht nur Beine und Po, sondern auch die Brust, Arm und Schultermuskulatur trainiert werden.

Laufen ohne zu schnaufen

Der Klassiker im Outdoor-Sport dürfte Joggen sein. Ob jung oder älter spielt bei diesem Sport keine Rolle – sofern man eine gewisse Grundfitness mitbringt. Joggen stärkt das Herz-Kreislaufsystem, das Immunsystem und die Muskulatur.

Beim Laufen werden die Wadenmuskulatur, die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur, die Bauch- und Rückenmuskulatur sowie Arme und Schultern trainiert. Aber Vorsicht, nach der langen Winterpause sollte man es langsam angehen.

Doch Vorsicht: Zu viel, zu oft oder zu schnell kann zu Verletzungen führen. Eine Studie der Sporthochschule Köln hat ergeben, dass 80 Prozent der deutschen Läufer zu schnell unterwegs sind. Um die Muskulatur, Sehnen, Bänder und Knochen an die Laufbelastung zu gewöhnen, ist es sinnvoll, Faszientraining zu machen, bevor man losläuft und hinterher zur Regeneration. Zwei bis drei Faszien-Einheiten pro Woche, von 10 bis max. 20 Minuten mit einer Faszienrolle sollten ausreichen.

Damit den Gelenken nicht zu viel zugemutet wird, ist es wichtig, sich vor dem Joggen ordentlich aufzuwärmen, am besten mit ein paar Stretching-Übungen. Das Schuhwerk mit guter Dämmung sollte sorgfältig ausgewählt werden. Es lohnt sich, sich beim Schuhkauf in einem Sportfachgeschäft ordentlich beraten zu lassen. Wer übergewichtig, krank oder älter als 35 Jahre ist und nur selten Sport treibt, sollte sich vor dem ersten Lauf von einem Arzt durchchecken lassen, rät Prof. Dr. Thomas Wessinghage, ehemaliger Weltklasse-Läufer.

Joggen ist im Übrigen in den letzten Jahren zum Volkssport mutiert: Zehn Millionen Menschen in Deutschland laufen sich gesund. Der Laufcampus beantwortet die Frage, wie oft man laufen sollte, wie folgt: „Laufen Sie sieben Mal für die Seele und drei- bis viermal für ein längeres Leben. Einmal ist kein Mal, zweimal dient der Erhaltung der Fitness (auch wenn man keine hat), ab dreimal Laufen pro Wochen kann man seine Form entwickeln. Für die meisten Hobbysportler sind drei- bis vier Laufeinheiten pro Woche optimal“.

Wandern und spazieren in der Frühlingsluft

Wer neue Energie für den Frühling tanken und nicht nur dem Geist, sondern auch dem Körper etwas Gutes tun möchte, ohne sich zu überanstrengen, sollte lange Spaziergänge machen. Allein ein Aufenthalt im Wald wirkt positiv und zugleich beruhigend auf Körper und Geist.

Das 4-Sterne-Superior-Hotel Bodenmaiser Hof bietet in diesem Jahr vielfältige Möglichkeiten dazu an. Junggebliebene können die bayerische Nationalparkregion auf die sanfte Tour im Nationalpark Bayerischer Wald auf leichten Wandertouren genießen.

Hier haben wir noch einen ganz besonderen Tipp, wie man ganz toll in den Frühling startet. Mit der „Lebensspur Lech“ entsteht aktuell ein grenzüberschreitender, gesundheitstouristischer Erlebnisraum zwischen dem österreichischen Tirol und dem bayerischen Allgäu.

Das EU-Projekt verbindet die vier Partner Lechweg, Füssen im Allgäu, Lechtaler Auszeitdörfer und Holzgau/Tirol. Die „Lebensspur Lech“ verläuft entlang der Weitwanderroute Lechweg, die den Wildfluss von seiner Quelle in Lech am Arlberg bis zum Füssener Lechfall auf rund 125 Kilometern begleitet.

Grundlage für alle Aktivitäten bildet die Kneipp’sche Gesundheitslehre mit ihren fünf Säulen Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter sowie dem Schwerpunkt Innere Ordnung.

Am besten ist es aber mit Sportarten zu beginnen, die direkt vor der Haustür zu betreiben sind, da man dafür wenig Vorbereitung braucht. Auch kann man sich mit Freunden verabreden und gemeinsam Sport treiben, weil es in einer Gruppe sogar noch mehr Spaß macht. Der kürzeste Weg zur Bewegung in den Frühling dürfte der eigene Garten oder der nächstliegende Park sein, soweit vorhanden.

Sport und Bewegung im Garten

Der Garten bietet gerade im Frühling reichliche Möglichkeiten zu regelmäßiger Bewegung, und die Gartenarbeit hält nicht nur fit, sie macht sogar glücklich. Man kann sich aber auch einen schönen Spazierweg vor seiner Tür suchen und wer in Waldnähe wohnt, trifft es noch besser. Mindestens 30 Minuten täglich sollte man sich dabei bewegen und die aufblühende Natur genießen.

Für sportlichen Spaß im Garten eignet sich zudem ein Gartentrampolin, denn Trampolinspringen bereitet nicht nur Kindern Freude, sondern erhöht auch die Fitness. Und das Beste beim Trampolinspringen ist,  dass die Gelenke geschont und sogar mehr Muskeln als beim Joggen beansprucht werden.

Ab ins Wasser

Wer an einem See, am Meer oder Fluss wohnt, dem empfehlen wir die Trendsportart Stand up Paddling, abgekürzt SUP. Das Stand up Paddling ist ein effektives Ganzkörper- und Ausdauertraining, das man in jedem Alter machen kann. Nur Wasser brauchen Sie. Und nicht zu vergessen, das Schwimmen – ohne klappt es nicht. Auch beim Schwimmen werden, wie beim Laufen, zahlreiche Muskeln beansprucht. Keine andere Sportart ist so gelenkschonend wie das Schwimmen. Davon profitieren insbesondere Ältere und Übergewichtige am meisten.

Mit dem Rad in den Frühling

Zum Schluss kommen wir zu der beliebtesten Outdoor-Sportart, dem Radfahren. Statista hat errechnet, dass im Jahr 2018 der Bestand an Fahrrädern in Deutschland mit rund 75,5 Millionen so hoch war wie nie zuvor. Man kann also davon ausgehen, dass fast jeder Bundesbürger eines hat. Mit dem Fahrrad lassen sich die meisten Strecken wunderbar zurücklegen und davon machen ja auch viele Gebrauch.

Der Frühling ist eine gute Gelegenheit die Räder aus dem Keller zu holen, die Reifen aufzupumpen, und schon kann es losgehen. Also rauf auf den Sattel! Wer nicht so trainiert ist, sollte mit ebenen Strecken beginnen. Wer bereits trainierter ist, kann gleich ins hügelige Gelände starten.

Auch Menschen, die Angst haben, im Stadtverkehr zu fahren, können schon oft nach wenigen Stationen mit der Straßen- oder U-Bahn den nächsten Park oder Wald erreichen. Geeignete Wege findet man überall. Beim Radfahren kann man zudem hervorragend die Frühlings-Landschaft genießen.

Gesund ist Radfahren allemal, denn Radfahren regt ihren Stoffwechsel an und fördert die Fettverbrennung. Es gibt viele gute Gründe, im Frühjahr auf das Rad umzusteigen. Ein besonders wichtiger davon ist: Sie tun etwas Gutes für die Umwelt, wenn das Auto öfter in der Garage bleibt.

Wem dies vorerst zu anstrengend erscheint, wählt das E-Bike. Dies kann oftmals sogar das Auto ersetzen, da durch die Tretunterstützung weniger Muskelkraft benötigt wird und so der Weg zur Arbeit ein Leichtes ist. Auch herausfordernde Strecken und Steigungen sind leicht zu bewältigen, dank der Unterstützung durch den Elektromotor. Nur, egal mit welchem Rad: Fahrradhelm nicht vergessen!

Und wie wird das Wetter im Frühling 2020?

Die Wetterprognosen für diesen Frühling übertreffen alle Erwartungen. Während für den gesamten Kontinent nahezu überdurchschnittlich warme Temperaturen vorhergesagt werden, sind die häufigsten und am längsten anhaltenden Wärmeepisoden von der Iberischen Halbinsel bis nach Deutschland und in die südlichen Teile des Vereinigten Königreichs zu spüren.

Die häufige Wärme wird von reichlich Sonnenschein begleitet, so dass die Menschen mehr Zeit im Freien verbringen können. Also dann, auf in den Frühling und die aufblühende Natur sportlich genießen!