Auszeit in der Therme

18. Juni 2019

Warum ein Tag in der Therme Wunder bewirken kann.

Ein Besuch in einer Therme sorgt nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer für Entspannung und Wohlbefinden. Die Wechselbäder und Saunagänge stärken die Abwehrkräfte des Körpers und schützen vor der nächsten Erkältungswelle. Aber wie reduziert Thermalwasser eigentlich Stress? Und was sollten Sie beim Besuch einer Wellness-Einrichtung beachten, um vollkommen ausspannen zu können?

Was macht das Wasser in einer Therme aus?

Thermalwasser weist allgemein eine höhere Temperatur sowie einen höheren Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen auf als Grundwasser. Es ist reich an diversen Mineralstoffen, die über die Haut aufgenommen werden. Zu diesen Stoffen zählen u.a. Schwefel, Radon und Kohlensäure. Die Temperatur des Wassers von über 20 Grad Celsius ist auf die unterirdischen vulkanischen Aktivitäten oder auf das Zirkulieren des Wassers in heißeren Erdschichten an der Quelle zurückzuführen.

Thermalwasser wird bereits seit Jahrtausenden für die Therapie von unterschiedlichen Krankheiten genutzt. Die Wirkungen können je nach Zusammensetzung und Konzentration der Inhaltsstoffe variieren. Welche Therapiemöglichkeiten eine Therme allgemein bietet, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Diese Beschwerden lassen sich behandeln:

  • Herz-Kreislauf-Störungen: Die Kohlensäure im Wasser regt die Durchblutung an und kann bei Kreislauf- sowie Blutdruckbeschwerden Abhilfe schaffen.
  • Muskelverspannungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates: Der Auftrieb des Wassers lässt den Menschen “federleicht“ wirken. Somit lassen sich in der Therme bewegungsorientierte Therapiemaßnahmen leichter durchführen. Zudem wirkt sich der hohe Salz- und Schwefelgehalt des Thermalwassers positiv auf Muskel- und Gelenkprobleme, wie z.B. Rheuma, aus.
  • Hautprobleme: Der enthaltene Schwefel kann ebenso Hauterkrankungen, wie Neurodermitis, Akne und Schuppenflechte, lindern.

Ein Tag in der Therme: Stressabbau durch Senkung des Cortisol-Spiegels

Dass sich durch den Besuch einer Therme Stress abbauen lässt, gilt als wissenschaftlich bewiesen. Die das Wohlbefinden steigernden und einen Zustand der Tiefenentspannung bewirkenden Eigenschaften sind auf eine Reduktion des Cortisol-Spiegels zurückzuführen. Dieses Hormon ist auch als „Stresshormon“ bekannt. Des Weiteren schreiben Experten dem Wasser in der Therme regressive Eigenschaften zu: Es schafft Bedingungen, die denen im Mutterleib nahe kommen.

Auch wenn es als gesichert gilt, dass Thermalwasser Stress reduziert, ist sich die Wissenschaft noch uneinig, wie lange diese positiven Effekte nach einem Thermenbesuch anhalten.

Allgemeine Tipps für die Therme

  1. Welche die richtige Therme für Sie ist, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Jede Wellness-Einrichtung hat ihre eigenen Highlights und das Wasser in verschiedenen Becken kann unterschiedliche Konzentrationen an Inhaltsstoffen aufweisen. Suchen Sie entsprechend Ihrer Vorlieben das passende Bad aus!
  2. Gehen Sie möglichst regelmäßig in ein Thermalbad! Ihr Körper wird es Ihnen vor allem in der kalten Jahreszeit danken. Im Winter tun die wohlige Wärme des Wassers und Saunagänge nämlich besonders gut.
  3. Es gibt keine allgemein gültige Regel, die besagt, wie lange Sie sich in einer Therme aufhalten sollten. Wichtig ist aber, dass Sie sich genug Zeit für den Besuch nehmen. Zwei Stunden können bereits genügen, um zu Ruhe und Erholung zu finden. Ein ganzer Tag in der Therme wirkt wie ein Kurzurlaub.
  4. Sie sollten Ihren Körper auf das Thermalbaden vorbereiten und zwar, indem Sie Ihren Kreislauf anregen. Andernfalls kann der Aufenthalt im warmen Wasser eine große Anstrengung für den Organismus bedeuten. Machen Sie einige Dehnübungen oder ziehen Sie ein paar Bahnen im Bewegungsbecken. Duschen Sie sich anschließend ab, ehe Sie sich in das wohltuende, warme Wasser begeben.
  5. Auch wenn Sie Ihren Körper auf das Thermalbad vorbereitet haben, kann der lange Aufenthalt im warmen Wasser schlauchen. Vermeiden Sie es, zu lange am Stück zu baden! Die ideale Badedauer beträgt etwa 20 Minuten. Anschließend sollten Sie eine Pause einlegen, damit sich die Druckverhältnisse in Ihren Blutgefäßen wieder normalisieren können.
  6. Damit Ihr Kreislauf in der Therme nicht schlapp macht, sollten Sie sich nach dem Baden im warmen Wasser – genau wie nach einem Saunagang – immer kalt abduschen.
  7. Damit das Wasser seine Wirkungen vollkommen entfalten kann, sollten Sie beim Baden eine bestimmte Reihenfolge einhalten. Die Grundregel besagt: von kühl nach warm baden. Das heißt, Sie können beispielsweise drei Becken nacheinander aufsuchen und die Wassertemperatur sollte dabei von Becken zu Becken ansteigen. Vergessen Sie nicht zwischendurch zu pausieren!

Sie wissen nun, warum ein Tag in der Therme Wunder bewirken kann und welche Faktoren für die wohltuenden Eigenschaften des Thermalwassers entscheidend sind. Beachten Sie an Ihrem nächsten Wellnesstag unsere Tipps und der Tiefenentspannung steht nichts mehr im Wege!