Auf in den Winterurlaub

10. Dezember 2021

In den Schnee oder in die Sonne?

In den Schnee oder in die Sonne?

Trotz steigender Infektionszahlen, strengeren Coronavorgaben und Länder-Warnhinweisen des Auswärtigen Amts ist die Reiselust nicht nur der Deutschen ungebrochen. Die Buchungslage für den Winterurlaub sei nicht schlecht, vermeldet die Reisebranche. Weil das so ist, wollen wir euch ein paar lohnenswerte Reiseziele vorstellen, wo ihr einen schönen Winterurlaub, auch mit der Familie, verbringen könnt. 

Alle Reiserückkehrer müssen einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, einen Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Davon ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Urlaubsziele mit geringen Einschränkungen in Europa sind derzeit zum Beispiel auch die Kanaren und Madeira.

Österreich erwartet trotz Corona Gäste

Zurzeit gilt in Österreich ein zeitlich begrenzter Lockdown, der, nach heutigem Stand, am 13. Dezember enden soll. Dann gilt in Österreich wieder die sogenannte 2-G-Regel („geimpft, genesen“) sowie eine FFP2-Maskenpflicht. 

Wintersport in Tirol

Der Schnee kam schon im Oktober, die Vorbereitungen für den Start in die Skisaison laufen auf Hochtouren. Ab voraussichtlich dem 13. Dezember 2021 bringen alle 36 Anlagen des Tiroler Skigebiets Hochfügen wieder Wintersportler hinauf Richtung Pfaffenbühel und Marchkopf. Der am Eingang des österreichischen Zillertals gelegene Ski-in/Ski-Out-Ort, ein Ort also, der direkt an den Pisten liegt, gilt dank seiner Lage zwischen 1.450 und 2.500 Metern als besonders schneesicher. Im Verbund mit dem Skigebiet Hochzillertal bietet sich Skifahrern und Snowboardern ein abwechslungsreiches Areal mit 93 Kilometern bestens präparierten Pisten, Snowparks und zahlreichen Varianten im freien Gelände. www.hochfuegenski.com

In unberührtem Schnee der Sonne entgegen – Frühaufsteher erleben ab 12. Januar 2022 immer mittwochs einen besonderen Start in den (Ski-)Tag. Denn im Zillertaler Skigebiet können Wintersportler dank der neuen „Guten Morgen Gondel“ bereits vor Liftstart die ersten Schwünge auf über 2.300 Metern ziehen.

Dort haben Gruppen von vier bis maximal acht Personen (Kapazitäten können sich aufgrund aktueller Entwicklungen ändern) die frisch präparierte, mehr als drei Kilometer lange Piste ganz für sich, ebenso wie die ersten Sonnenstrahlen über den Berggipfeln.

CAT-Skiing: Mit dem „SnowShuttle“ bergauf

Powder-Fans können in den frühen Morgenstunden zudem mit dem SnowShuttle, einem Pistenbully mit vorgebauter Sessellift-Kabine, auf über 2.300 Meter in Richtung Pfaffenbühel-Gipfel im Hochfügener Skigebiet fahren. Nach einem Rundumblick auf die Tiroler Gipfelwelt steht dem Erlebnis der begehrten „First Line“ im frischen Pulverschnee nichts mehr im Wege.

Ladies only! Freeride Weekend im Zillertal

Hänge voller Powder und kurze Hikes – zwei Tage lang entdecken Freeriderinnen das Backcountry-Eldorado. Dabei sind die weiblichen Wintersportfans ganz unter sich. Beim Ladies only Weekend ist man bereits früh am Morgen mit den Guides unterwegs. Diese verraten nicht nur die besten Spots im Tiroler Tiefschnee-Idyll, sondern stimmen die Touren ganz auf die Wünsche und das Können der Kleingruppe (bis maximal sechs Personen) ab.

Skifriends powered by Dynastar: Am Wochenende ins Gelände

Ab Samstag, dem 8. Januar, 2022 können Gäste mit Hochfügener Experten das Backcountry des Tiroler Skigebiets erkunden – und zwar kostenlos. Möglich machen das die Skifriends powered by Dynastar. Die Guides – zu erkennen an ihrer Kleidung – gehen an elf Wochenenden mit maximal sechs Freeridern ins Gelände.Eine Voranmeldung ist nicht notwendig, aber Pünktlichkeit wird belohnt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Tipp: Für Freeride-Novizen haben die Zillertaler eine Starter-Freeride eingerichtet. Dank mäßiger Hanglage bietet sie ideale Voraussetzungen für die erste Abfahrt im Tiefschnee.

Im Tiroler Bergdorf St. Anton am Arlberg 

Wenn am Morgen des 13. Dezember 2021 die Lifte und Bergbahnen von St. Anton am Arlberg in die neue Skisaison starten, schweben Urlauber wieder zu den bestens präparierten Pisten eines der schneesichersten Wintersportgebiete der Alpen.

Doch das Tiroler Bergdorf ist nicht nur bei Abfahrtsfans beliebt: Wer Ski und Boards auch mal stehen lassen oder seine Ferien ganz ohne Bretter verbringen möchte, stößt in und um St. Anton am Arlberg auf zahlreiche spannende Alternativen.

Auf 17 ausgewiesenen Strecken in der Region St. Anton am Arlberg entdecken Wanderer etwa das sagenumwobene Verwalltal in weißem Gewand (10 Kilometer hin und retour) oder passieren mit Eiskristallen überzogene Erlen entlang des Stanzertaler Rundwanderweges (24 Kilometer). Festes Schuhwerk nicht vergessen!

Eine kürzere Route führt zum Gasthof Almfrieden (6 Kilometer), zum Winterwanderweg am Galzig (1 Kilometer) gelangen Urlauber per Bergbahn. Wer Lust auf eine urige Schneeschuh-Tour durch tiefverschneite Landschaften hat, sollte einen ausgebildeten Guide bei den Skischulen buchen. 

Alle, die im Schneegestöber doch nicht ganz auf ihre Bretter verzichten möchten, powern sich auf einer der sieben Langlaufloipen aus (1,5 bis 22 Kilometer).

Ladies First am Arlberg: Vom 8. bis 29. Januar 2022genießen weibliche Wintersportfans in der Tiroler Region St. Anton am Arlberg besondere Vorzüge. Bei Wellness und Shopping, in Restaurants sowie auf der Piste erwarten sie im Rahmen der Ladies First-Wochen viele attraktive Zusatzangebote und Rabatte.

Winterurlaub auf Mallorca

Menschenleere Strände, wenig Trubel in den Städten und abwechslungsreiche Insel-Ausflüge ohne Stau: „In den Wintermonaten entdecken Gäste Mallorca ganz neu, ob bei einem Bummel über Flohmärkte oder einer Tour entlang der Weinstraße. Fernando Gonzalez, Sales & Marketing Manager bei Grupotel Hotels und Resorts hat uns einige Tipps gegeben, was man im Winter alles auf Mallorca erleben kann.

Tipp 1: Flohmarkt von Consell

Die kleine Ortschaft Consell, etwa 20 Fahrminuten nördlich der Hauptstadt Palma gelegen, ist wegen ihres Flohmarkts ein spannendes Ausflugsziel für Sonntage. Was Schnäppchenjäger an den etwa 300 Ständen am „Mercat de Vell de Consell“ (8 bis 14 Uhr) finden? Antiquitäten, Möbel und mallorquinische Kunst für Haus oder Garten. Tipp von Fernando Gonzalez: „Am besten schon früh morgens kommen, um sich seltene Schätze zu sichern.“

Tipp 2: Strandpicknick an der Playa de Palma

Eine Dosis Meeresbrise und ein Picknick im Sand? In den milden Wintermonaten fühlen sich Mallorca-Urlauber an den menschenleeren Stränden wie Entdecker einer einsamen Insel. Selbst an der Playa de Palma haben sie den berühmten, knapp fünf Kilometer langen Strand weitgehend für sich, können am Meer verweilen und picknicken oder bis in die Hauptstadt Palma wandern. Dort haben viele Bars, Cafés und Restaurants auch in den Wintermonaten geöffnet.

Tipp 3: Mallorcas Weinstraße

Mit rund 70 Bodegas, verteilt über die ganze Insel, ist die Auswahl an Weinkellern, in denen man mallorquinische Weine verkosten kann, vielfältig. Besonders viel Spaß macht das im Rahmen einer Tour entlang der offiziellen Weinstraße der Genossenschaft Binissalem. Ganz in der Nähe, zwischen Inca und Muro, erreichen Weinkenner das Gut Son Ramon, seit 1996 im Besitz der Familie Ramis. Die Gründer der mallorquinischen Kette Grupotel Hotels & Resorts lassen dort unter mallorquinischer Sonne Trauben wie Chardonnay, Prensal Blanc, Syrah, Cabernet Sauvignon und Callet reifen.

Tipp 4: Wo der Tag am schönsten endet

Die Sonnenuntergänge auf Mallorca entfalten erst im Winter ihre wahre Magie: Dann liefern Wolkenspiele und manchmal Nebel ein Schauspiel in Orange, Rot und Lila. Inselkenner Fernando Gonzalez: „Schöne Orte, um den Sonnenuntergang auf Mallorca zu erleben, sind das Cap Formentor, die Aussichtsplattform Sa Foradada bei Deià oder das Kloster Randa. Aber wer schon einmal zur Magic Hour entlang der Westküste gefahren ist, weiß, dass eigentlich hinter jeder Kurve ein neuer Aussichtspunkt wartet.“

Tipp 5: Duftendes Blütenmeer

Die ersten Mandelbäume auf Mallorca entfalten ihre Blütenpracht Mitte bis Ende Januar, ihre Knospen öffnen sich bereits ab einer Temperatur von etwa 15 Grad. Die weißen und zart-rosa Blüten überziehen dann die Insel mit ihrem süßlichen Duft. Zudem bieten die Plantagen einen spektakulären Anblick und ziehen jedes Jahr aufs Neue Einheimische und Gäste an. Wer den Duft der Mandelblüte mit nach Hause nehmen möchte: Das Mandelparfüm ist auf Mallorca unter dem Namen Flor d’Ametler bekannt. Weitere Auskünfte: Grupotel Hotels & Resorts www.grupotel.com

Florida, der Sonnenstaat, und seine Manatis

Eineinhalb Jahre lang war der Deutschen liebstes Fernreiseziel nahezu unerreichbar. Jetzt ist die Impfung die Eintrittskarte: Mit vollständigem Corona-Schutz dürfen Reisende aus dem Ausland seit dem 8. November wieder in die USA. Und wo könnte es im Winter schöner sein als in Florida? Mit zahlreichen Nachhaltigkeitsprojekten verschreibt sich Florida dem Schutz seiner Meeresbewohner.

Rundschwanzseekuh, Trichechidae, freundlicher Gigant – Floridas wohl bekanntester Wasserbewohner trägt so einige Namen. Der sanfte Sympathieträger, der den meisten wohl besser unter dem Namen Manati bekannt ist, ist das inoffizielle Symboltier des Sunshine States. Wenig überraschend also, dass Florida mit verschiedenen Initiativen unermüdlich daran arbeitet, die gefährdete Art, aber auch alle anderen Bewohner des Meeres zu erhalten und ihre Lebensräume wiederherzustellen. Mit einer finanziellen Unterstützung, die mehr als doppelt so hoch ist wie die üblichen Subventionen zur Rettung der Seekühe, soll der natürliche Lebensraum der Tiere erhalten und verbessert werden.

Neben Manatis tummeln sich in Floridas Gewässern zahlreiche weitere Meeresbewohner, die von den Nachhaltigkeitsmaßnahmen des Sunshine States profitieren. Im äußersten Süden Floridas, vor der Inselkette der Florida Keys, verläuft das drittgrößte Barrier Reef der Welt. Auch vor ihm machen tropische Wirbelstürme, durch Hitze verursachte Korallenbleiche, Kälteeinbrüche und Krankheitserreger nicht Halt.

Mit seiner Vielfalt an Korallen und bunten Fischen ist das Reef bei Schnorchlern und Tauchern aus aller Welt beliebt. Damit das auch in Zukunft so bleibt, werden seit über 15 Jahren Bemühungen unternommen, das Reef kontinuierlich aufzuforsten. Es werden neue Korallen gezüchtet und an das bestehende Reef angepflanzt.

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und das Florida Keys National Marine Sanctuary planen eine Investition von fast 100 Millionen US-Dollar in die Restaurierung von sieben Korallenriffen vor den Florida Keys, um damit das Überleben der natürlichen Unterwasserbewohner des Reefs zu sichern. Insgesamt soll unter dem Namen „Mission: Iconic Reefs“ eine Fläche mit der Größe von 52 Fußballfeldern aufgeforstet werden.

Auch Touristen sollen in die Umweltschutzbemühungen eingebunden werden. Unter dem Projekt „Connect & Protect“ fasst die Tourismusbehörde der Florida Keys alle Bemühungen zusammen, mit denen Urlauber eine umweltfreundliche Zeit im subtropischen Inselparadies verbringen können.

Wir wünschen euch schöne Urlaubstage! Vergesst aber vor eurem Reiseantritt nicht, noch einmal sehr genau die Corona-Bestimmungen eures Reise-Ziellandes zu checken. 

Bleibt gesund!