Yoga macht glücklich

28. August 2019

…und ist für Körper und Geist gesund!

Yoga, die aus Indien stammende philosophische Lehre, ist heute weit verbreitet und hat sich zu einem robusten Gesundheitstrend entwickelt. Heute gibt es keine Stadt und keinen Ort mehr, wo man nicht ein Yoga-Studio findet. Und immer mehr Menschen strömen in die besagten Studios.

Die Fitness-, Gesundheits- und Wellness-Welle hat diesen Trend noch einmal verstärkt. Mittlerweile gibt es YogaMode, YogaFestivals, YogaReisen und YogaKongresse.

Laut einer aktuellen Studie des BDY (Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V.) haben 16 Prozent der deutschen Bevölkerung bereits Yoga-Erfahrung gesammelt. Das sind mehr als 11,3 Mio. Menschen. Fünf Prozent (ca. 3,4 Mio.) praktizieren Yoga sogar regelmäßig.

Auch das sind beeindruckende Zahlen: 86 Prozent der Übenden nahmen aufgrund ihrer Yoga-Praxis eine Veränderung an sich wahr. 49 Prozent der Yogafreunde erlebten sich dadurch entspannter, 46 Prozent fühlten sich körperlich fitter, so die Studie. Yoga kann Ihr Leben grundlegend verändern, kann man häufig lesen. Wir schauen uns das einmal an.

Die verschiedenen Yoga-Wege

Es gibt eine ganze Reihe körperlicher und geistiger Übungen. Die Praktiken reichen von Kryas, Niyama, Pranayama, Yama, Pratyahara bis Asanas. Verbreitet sind das Hatha-Yoga, Mantra-Yoga, Laya-Yoga, Power-Yoga, Yin-Yoga und Kundalini-Yoga. Hinzu kamen in den 1990er-Jahren durch die Frauenprojektkultur weitere Gestaltungsvariationen wie Luna- und Yabluga-Yoga. Hatha-Yoga ist eine der populärsten Yoga-Arten, weil es verschiedene Yoga-Haltungen mit Atem- und Konzentrationsübungen verbindet.

Entstanden ist die Yoga-Lehre bereits um 500 v. Chr. Die Wurzeln der Yoga-Philosophie liegen im Hinduismus und in Teilen des Buddhismus. Ein Meister des Yoga wird Yogī genannt, die Meisterin nennt sich hingegen Yoginī. Aber nur ein sattwiger Yoga-Meister ist der echte Yoga-Meister. Er hat entweder die Erleuchtung schon erlangt oder er strebt danach, schreibt Sukadev Bretz im Yoga Vidya Journal.

Später kam die Pilates-Methode hinzu, die der deutsche Joseph Hubertus Pilates erfunden hat. Pilates soll für eine gesunde Körperhaltung sorgen. Das Training, nach Joseph Hubertus Pilates, umfasst ähnlich wie beim Yoga Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung.

Stressbewältigung durch Yoga

Das Wort Yoga kann man so interpretieren: Vereinigung, Verbindung, Methode, Technik, Meditation und Askese. Yoga, die asiatische Körperkunst, gilt vielen heute als Waffe gegen Stress, der wiederum als Krankheitsauslöser Nummer Eins gilt.

Tatsächlich sind nicht wenige Krankheitsbilder in ihrem Ursprung auf Stress zurückzuführen. Dazu gehören Diabetes, Erkältungen, Allergien und im schlimmsten Fall Krebs. Herzinfarkte, starke Depressionen und Burnout können ebenfalls durch Stresssymptome verursacht werden.

Wenn man mit Menschen spricht, die regelmäßig Yoga machen, ist auffallend, dass fast alle sagen, dass Yoga sie entstressen würde und sie sich nach einer Yogastunde stressresistenter und belastbarer fühlen würden. Es sei, als würde ein Schalter im Kopf umgelegt.

Aber was könnte die Ursache dafür sein: Wenn wir in Stress geraten, schüttet der Körper mehr des Stresshormons „Cortisol“ aus. Cortisol ist ein körpereigenes Hormon, das an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist und bei Stress erhöht freigesetzt wird, schreibt die Apotheken Umschau.

Mehr Energie und weniger Stress

Es hat sich gezeigt, dass das Stresshormon Cortisol bei Menschen, die regelmäßig Yoga machen, deutlich sinkt. Dies bestätigt auch eine Studie, die im Institut für Integrative Medizin durchgeführt wurde.

Eine weitere Studie hat gezeigt: 87 Prozent der Menschen in Deutschland sind gestresst, und jeder Zweite glaubt, von Burn-out bedroht zu sein. Die Anzeichen dafür sind Rückenschmerzen, anhaltende Müdigkeit, innere Anspannung, Lustlosigkeit oder Schlafstörungen. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der pronova BKK (entstanden aus der Zusammenlegung der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne, wie beispielsweise Ford, Bayer, BASF und Continental)

Wichtig zu wissen: Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für Yoga im Rahmen einer Präventiv-Maßnahme. Daher lohnt es, sich bei der eigenen Krankenkasse nach einer eventuellen Kostenübernahme zu erkundigen.

Yoga bringt dich ins Gleichgewicht

Die Arbeit mit der Lebensenergie bringt Körper und Kreislauf sanft in Schwung, sorgt für mehr Wohlbefinden und stärkt das Immunsystem. Yoga-Übungen helfen, Seele, Körper und Geist in das richtige Gleichgewicht zu bringen. Die sanfte Bewegungsart beim Yoga ist intensiv und wirkt wohltuend auf unseren Körper.

Durch die Kombination aus Haltungs-, Dehnungs- und Atemübungen normalisieren sich Atmung, Blutdruck und Herzfrequenz, weil das tiefe Ein- und Ausatmen harmonisch mit der Bewegung einhergeht.

Beim Praktizieren von Yoga-Übungen, zum Beispiel Asanas, werden zahlreiche Körperbereiche angesprochen: der Gleichgewichtssinn, das Herz-Kreislauf-System, die Muskulatur und das Nervensystem. Yoga ist keine esoterische Entspannungsmethode, was einige annehmen, sondern macht auch unglaublich fit und stark.

Unbestritten ist zudem, dass Yoga das Herz stärkt und die Blutzirkulation anregt, gleichzeitig wird, durch die Atemtechnik bedingt, die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Mit der richtigen Atmung wird mehr Blut in den Kreislauf gebracht und damit mehr Sauerstoff, demzufolge kann sich die Gehirnleistung erhöhen. Des Weiteren dehnt Yoga die Muskeln und mobilisiert die Wirbelsäule. Ein netter Nebeneffekt ist, dass man mit Yoga auch noch einen knackigeren Körper bekommen.

Yoga dehnt die Faszien und schützt vor Verklebungen

Faszien verbinden fast alle körperlichen Systeme, sie sind Bindegewebshäute die Organe, Knochen, Muskeln, bis hin zu dem Gehirn und das Rückenmark umschließen. Yoga hält die Faszien geschmeidig. Das haben aktuelle Forschungen ergeben. Schonhaltungen, Stress und Bewegungsmangel verkleben, verhärten und verkürzen unsere Faszien. Keine andere Sportart dehnt den Körper mehr als Yoga. Wenn Faszien verkleben, führt das zu Verspannungen und chronischen Schmerzen, nicht nur im Rücken.

Eine gut aufgebaute Yoga-Stunde hat den Vorteil, dass alle acht möglichen Richtungen der Wirbelsäule bewegt werden. Wenn die Wirbelsäule nicht beweglich ist, können Verspannungen und Blockaden auftreten, die zu Schmerzen bis nach unten in die Beine, nach oben in den Nacken und sogar bis in den Kopf ausstrahlen.

Madhavi Guemoes schreibt dazu im yogaeasy: „Das in den Faszien enthaltene Elastin wird mehr und mehr durch das kaum dehnbare Kollagen ersetzt, was dazu führt, dass die Faszien ihre Gleitfähigkeit verlieren und der Bewegungsspielraum unserer Muskulatur sich deutlich einschränkt“.

Nun liegt Faszientraining im Trend und das Schöne daran ist, man kann es sowohl im Fitnessstudio als auch zu Hause machen. Regelmäßige Übungen mit der Faszienrolle können das Verkleben der Faszien verhindern. Aber Vorsicht, der Einsatz der Massagegeräte ist nicht gerade schmerzfrei, daher sollte man sich anleiten lassen.

Viel Spaß auf der Matte wünscht Ihnen das medisana Team