Erkältungszeit

20. Oktober 2020

So wirst Du schnell gesund!

Tipps zum Schutz der Gesundheit in der beginnenden Erkältungszeit

In den kalten Jahreszeiten sind Menschen für Erkältungen anfälliger. Dann sind Tipps zur Stärkung des Immunsystems, der gezielten Vorbeugung und der Minimierung der Ansteckungsgefahr besonders beachtenswert. Wer eine bestehende Erkältung schnell loswerden will, unterstützt die Genesung zumeist mit geeigneten Medikamenten und Hausmitteln.

Gründe für die erhöhte Anfälligkeit in den kalten Jahreszeiten

Wissenschaftliche Erkenntnisse und die Anzahl der Erkrankungen in den unterschiedlichen Jahreszeiten beweisen, dass Menschen im Herbst sowie im Winter häufiger unter Erkältungen leiden. Die erhöhte Anfälligkeit in dieser Erkältungszeit ist für Mediziner einfach zu erklären, weil die Erkältungsviren in den kalten Monaten des Jahres von besseren Bedingungen profitieren.

Durch die Winterkälte verschlechtert sich die Durchblutung der Schleimhäute erheblich. Deshalb stehen im Körper auch weniger Abwehrzellen für das Abfangen der Keime zur Verfügung. Dieser Mangel verursacht beispielsweise besonders oft in der Nasenschleimhaut eine Erkältung. Darüber hinaus bietet die Kälte im Winter und im Herbst für die Erreger meist auch angenehmere Bedingungen.

Stärkung des Immunsystems für die Vermeidung einer Erkältung

Wer ein starkes und schlagkräftiges Immunsystem aufgebaut hat, verringert die eigene Anfälligkeit für Erkältungen damit langfristig. Falls es trotzdem zu einer Infektion kommt, verlaufen die Erkältungssymptome mit starken Abwehrkräften häufig zumindest milder. Bei der Stärkung des Immunsystems übernimmt vor allem die richtige Ernährung eine zentrale Rolle. Ausgewogene und abwechslungsreiche Mahlzeiten sind hierbei regelmäßig der Schlüssel zum Erfolg. Besonders hilfreich sind Lebensmittel, die über einen hohen Anteil von Mineralstoffen und Vitaminen verfügen. Dazu zählen unter anderem Gemüse, frisches Obst sowie Milch- und Vollkornprodukte.

Die regelmäßige Einnahme gesunder Vitamin-C-Präparaten senkt die Erkältungsgefahr mit einer angemessenen Dosierung ebenfalls. Solange tierische Fette und Fleisch lediglich in empfehlenswerten Maßen verzehrt werden, steht der Stärkung des Immunsystems prinzipiell nichts im Weg. Außerdem ist es immer ratsam, ununterbrochen ausreichende Flüssigkeitsmengen zu trinken. In den täglichen Getränken darf nicht zu viel Alkohol enthalten sein. Überdurchschnittliche Alkoholmengen wirken sich im Körper auf das Immunsystem unvorteilhaft aus.

Vermeidung von Stress und hilfreiche Wechselduschen

Ausreichende Ruhe, Erholung und Schlaf sind bei der Vorbeugung gegen Erkältungen zentrale Faktoren. Die Vermeidung von Stress ist eine wichtige Voraussetzung, wenn jemand ein starkes Immunsystem beibehalten will. Aus diesem Grund dürfen Menschen sich beruflich und privat nicht überfordern. Bei Beziehungsproblemen oder vergleichbaren Schwierigkeiten im Privatleben ist wiederum eine schnelle Klärung und die Rückkehr zu einem Leben mit geordneten Verhältnissen entscheidend.

Experten raten zur Veränderung von Verhaltensweisen, die im Alltag regelmäßig zum Stress führen. Darüber hinaus geben Meditationen oder sonstige Entspannungstechniken Betroffenen die Chance, mit verschiedenen Stressfaktoren besser umzugehen und somit ein geschwächtes Immunsystem wieder zu stärken. Die Entspannung der Muskulatur ist genauso sinnvoll.

Regelmäßige Wechselduschen sind ein weiterer Trick, mit dem das Immunsystem zumindest bei gesunden Menschen ohne bisherige Vorerkrankungen gestärkt wird. Dabei wechseln sich Duschphasen mit warmem und kaltem Wasser ab. Relativ hohe Temperaturunterschiede in der Dusche verstärken in der Regel die positiven Effekte bei der Vorbeugung gegen eine Erkältung. Insofern bereits eine Herzerkrankung besteht, ist vor der Entscheidung für die Wechselduschen allerdings unbedingt die Rücksprache mit dem Arzt notwendig. Ansonsten erhöht zu kaltes Wasser schlimmstenfalls die Risiken eines sehr ernsthaften Herzproblems.

Vorbeugung bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen

Vor allem im Winter ist es für die Vorbeugung gegen eine Erkältung eigentlich immer unverzichtbar, wärmende Kleidung anzuziehen. Während draußen extreme Kälte herrscht, verbessert ein Schal direkt vor dem Mund den Schutz der Atemwege. Bei höheren Temperaturen darf die Kleidung im Sonnenlicht hingegen nicht für zu viel Wärme sorgen.

Verschwitzte T-Shirts und Hemden erhöhen die Erkältungsgefahr erheblich, sobald sich die Umgebung wegen eines Wetterumschwungs mit Wind oder nach dem Sonnenuntergang abkühlt. Daher ist es ununterbrochen entscheidend, dass die Bekleidung trocken bleibt und ansonsten ohne eine Verzögerung gewechselt wird. Auch wenn der Körper sich in der Sonne sehr heiß anfühlt, steigert ein langer Aufenthalt in sehr kaltem Wasser das Erkältungsrisiko. Zugleich ist es äußerst wichtig, in jeder Phase des Jahres die kühlende Wirkung der Zugluft nicht zu unterschätzen. Insbesondere im Winter bleibt es aber wiederum unentbehrlich, Erkältungsviren beim Lüften in der Wohnung zu vertreiben und frische Luft einzuatmen.

Weniger Ansteckungsgefahr mit der richtigen Hygiene

Die Ansteckungsgefahr lässt sich bei Erkältungen mit sehr einfachen Hygieneregeln deutlich verringern. Während Betroffene husten oder niesen müssen, sind die richtigen Verhaltensweisen ganz besonders bedeutend. Denn es kommt äußerst häufig zu Tröpfcheninfektionen, weil erkrankte Personen die Erreger mit dem Nasensekret oder dem Speichel ungehindert versprühen. Wer Erkältungsviren mit der Hand vor dem Mund stoppen will, macht einen großen Fehler. Über die Handoberfläche gelangen die Krankheitserreger an Türklinken und Gegenstände, die von gesunden Menschen berührt werden. Darüber hinaus ist das Händeschütteln mit einem unverantwortlichen Ansteckungsrisiko verbunden, nachdem ein Beteiligter mit einer Erkältung in die Hand gehustet hat.

Die richtige Alternative zur ungeschützten Handoberfläche ist ein Einwegtaschentuch, das ein Erkrankter im Idealfall direkt nach der Verwendung in einem geschlossenen Müllbehälter entsorgt. Mehrfach verwendete Stofftaschentücher führen zu einer höheren Ansteckungsgefahr und sind erst im Anschluss an einen Waschgang bei Temperaturen von mindestens 60 Grad Celsius üblicherweise relativ keimfrei. Auch als Taschentuch-Nutzer müssen Menschen mit Erkältungen regelmäßig die Hände waschen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Prinzipiell ist es beim Niesen und Husten alternativlos, zumindest einen Meter Abstand zu halten und sich von anderen Personen abzuwenden. Im Notfall gilt die Armbeuge im Vergleich zur Handfläche als besserer Taschentuch-Ersatz. Wegen der drohenden Keimübertragung dürfen erkältete Patienten Nasensprays und Nasentropfen nicht mit Verwandten oder Kollegen teilen. Die sorgfältige Reinigung des Sprühkopfs ist bei einem Spray ebenfalls unverzichtbar.

Tipps für eine schnelle Genesung bei Erkältungen

Schleimlösende sowie fiebersenkende Medikamente behandeln die Erkältungssymptome und unterstützen somit eine möglichst angenehme Genesung. Dasselbe gilt für Nasentropfen mit einer abschwellenden Wirkung. Hausmittel wie Hühnersuppe, Zwiebelsaft oder Kartoffelwickel sind auch empfehlenswert. Frische Luft, Erholung und Wärme beschleunigen den Heilungsprozess zumeist ebenfalls. Es ist für die Unterstützung der Genesung ganz besonders wichtig, sehr viel zu trinken. Verflüssigtes Sekret löst sich schneller und erleichtert die Atmung.

Bei einem schweren Erkältungsverlauf muss unbedingt frühzeitig der Arzt aufgesucht werden. Dadurch lassen sich mögliche Folgeerkrankungen oft verhindern. Zudem erkennt der Hausarzt, ob neben der gewöhnlichen Erkältung beispielsweise schon eine bakterielle Infektion oder sonstige Krankheiten entstanden sind. Dann verordnen die Mediziner rechtzeitig Antibiotika oder andere Medikamente.

Wir wünschen schnelle Genesung und „Gute Besserung“!